Auf den Strassen Londons

Hast du den alten Mann gesehen, unten in dem geschlossenen Einkaufsmarkt?
Mit seinen ausgetretenen Schuhen, das Papier herumtretend?
In seinen Augen siehst du keinen Stolz.
Seine Hand schlackernd an seiner Seite gehalten.
Die Zeitung von gestern, erzählt auch Nachrichten von Gestern…

(Songtext von Ralph McTell „Streets of London“)

 

Mit den Konfirmanden und Konfirmandinnen begaben wir uns auf die Strassen Londons. Es war eine Reise voller Vielfalt mit Einblicken in andere Welten und in architektonischen Meisterwerken. Wir sahen London von ganz oben bis weit unten. Hoch hinaus über die Dächer betrachteten wir die atemberaubende Stadt vom Londoneye aus, sahen wie die 8.6 Millionen-Stadt sich um die Themse empor schlägt. Den Big Ben, die Tower Bridge und London Bridge, den Buckingham Palace, den Tower of London sowie St. Pauls Cathedral und die Westminster Cathedral sind Bauten, die dem Londoner Stadtbild besonders imponieren. Aber auch die grossen Parks sind ein Wahrzeichen für die Naturliebe der dort lebenden Menschen.

Aussicht vom Londoneye (Bild: zvg.)

Aussicht vom Londoneye (Bild: zvg.)

Wir liefen quer durch jeglichen Strassen über diverse Quartiere von reich bis arm, von alt bis neu und von ruhigen Kaffeecken bishin zu laut befahrenen Strassen. Wir liefen und liefen und liefen und London nahm kein Ende. Etwas ausserhalb der imposanten Gebäude, trafen wir immer wieder an Strassenseiten und leerstehenden Hauseingängen Obdachlose Menschen an. Einer sass mit seinem knurrenden Hund mit Hütchen auf dem Kopf da und verkaufte ein Obdachlosenmagazin. Ein anderer stellte ein Schild bei sich auf, auf dem „Don’t worry be happy and smile because you are amazing“ draufstand. Sie kreieren ihre eigene Welt und versuchen etwas davon weiterzugeben, auch wenn es ein weiss Gott nicht einfaches Leben ist für sie. Das Lied „Streets of London“ von Ralph McTell stellt einen Kontrast zu den Problemen der alltäglichen Menschen mit denen der Obdachlosen, einsamen, älteren, ignorierten und vergessenen  Mitglieder unserer Gesellschaft. Es lehrt uns zu schätzen, was wir haben und auch wir können diesen Menschen mit ihrer Einzigartigkeit einen heimlichen Platz in unserem Herzen schenken, indem wir ihnen respektierend und nicht verachtend gegenübertreten. Keiner von ihnen hat sich dieses Leben gewünscht und man kann nie wissen, wen es trifft. An einer Hauswand war auch ein Streetart-Graffiti zu finden mit der Aufschrift „Get rich or try sharing“!

 

Geteilt haben wir in dieser Zeit unsere Erfahrungen, unsere Freude und übrig gebliebenes Essen an die Obdachlosen geschenkt. Es war für uns alle eine sehr lebhafte Zeit, in der wir viel erlebt haben und vor allem gemeinsam gelacht haben. Spontan sind wir sogar in einem Heavy-Metal Konzert im bekannten Underworld (wo Readiohead schon spielte, als sie noch unbekannt waren) gelandet sowie in einer Bar für Queere-Menschen, was uns einen Blick in eine andere Lebenskultur eröffnen liess und zum Austausch anregte.

 

Impressionen

 

 

 

 

 



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